Übersicht

Warum Räuchern?                             

Weihrauch & Co.                             

kleine Räucheranleitung                 

Die Herstellung eigener Räuchermischungen                                       

Räucherstoffe: Harze, Hölzer & Wurzeln, Blüten & Blätter                         

Schattenmond Räuchermischungen: Duftkompositionen, Wicca-Räuchermischungen             

Räucherstäbchen & -kegel              

ätherische Öle                                 

 
 

Warum Räuchern?

 

Ägypter, Griechen, Inkas – in allen alten Hochkulturen wusste man den Wohlgeruch von Rose, Lavendel, Jasmin und unzähligen anderen Pflanzen zu schätzen, deren Aromen man durch verschiedenste Techniken einzufangen versuchte. Und was wäre unsere heutige Welt ohne Duft? Nicht nur die Parfumindustrie weiß um die anziehende Kraft der Pflanzenaromen. So soll schon Kleopatra ihr Bett mit einem Meer von wohlriechenden Rosenblüten umgeben haben und der französische König Ludwig XIV. schickte seiner Mätresse, die ihn verlassen hatte, einen parfümierten Handschuh und bewegte sie so zur Rückkehr.

Doch Düfte können mehr als ‚nur’ Wohlbefinden schenken. Ätherische Öle werden zum Beispiel in der Aromatherapie eingesetzt, etwa um die wohltuende Wirkung von Massagen zu verstärken. Manche Menschen räuchern, weil ihnen der Duft gut gefällt und das Verbrennen von Räucherwerk wird für sie zu einem Bestandteil einer gemütlich-sinnlichen Atmosphäre, wie es z.B. auch Kerzen und schöne Musik sind. Für andere ist das Räuchern eine Art Kulthandlung, mit dem sie ein Opferritual symbolisieren. Wieder andere wollen durch das Verbrennen sorgfältig ausgewählter Stoffe eine bestimmte Wirkung erzielen, wie etwa die Reinigung eines Raumes von negativen Energien, das Versetzen in eine tiefe Trance o.ä.

Ebenso vielfältig wie die Absichten sind die verschiedenen Möglichkeiten, den Rohstoffen ihre Düfte zu entlocken. Im folgenden wird die Anwendung von Weihrauch, Räucherstäbchen und ätherischen Ölen näher erläutert.

 

 

Weihrauch & Co

  

Eine traditionelle Methode des Räucherns ist das Verglühen von Harzen und anderen getrockneten Pflanzen in offenem Feuer oder auf glühender Kohle. Der Begriff ‚Weihrauch’ löst bei den meisten Menschen Erinnerungen an frühere Kirchenbesuche oder ihre Zeit als Messdiener aus und sie schrecken vor dem vermeintlich schweren und süßlichen Geruch zurück. In der Tat ist das Verbrennen von Weihrauch Bestandteil der katholischen Liturgie und mit dem Begriff ‚Weihrauch’ bezeichnete man ursprünglich das bei diesen Zeremonien verwendete Harz der Olibanumpflanze. Heute wird er jedoch mehr als Oberbegriff für verschiedene Arten von Harzen verwendet, die eine ganze Bandbreite von Düften von zitronig-frisch über herb bis hin zu süß und blumig bereithalten. Um Verwechslungen vorzubeugen spricht man statt von ‚Weihrauch’ auch oft von ‚Räucherwerk’. 

Man kann Harze einzeln oder in bunten Mischungen räuchern, oft werden den Mischungen noch weitere Pflanzenbestandteile wie getrocknete Blüten, Wurzeln oder Früchte beigemengt.

Eine Besonderheit stellt der griechische Weihrauch dar: Bei dieser bis in die Antike zurückreichenden Tradition wird feinstes Olibanum mit edlen ätherischen Ölen parfümiert.

 

 

kleine Räucheranleitung

  

Das Wichtigste beim Umgang mit Räucherwerk ist Zeit. Genieße das Räuchern, indem Du Dich ganz darauf konzen-trierst. Zünde vielleicht noch ein paar Kerzen an oder lege Deine Lieblingsmusik auf.

Stelle ein feuerfestes Gefäß an einen schönen Ort und fülle den Sand in die Vertiefung. Achte darauf, dass die Schale auf einer hitzeunempfindlichen Unterlage steht!

Nimm eine Kohletablette aus der Packung, verschließe die Packung wieder gut. Am besten füllst Du die Kohle in einen luftdichten Behälter, denn wenn sie feucht wird, ist sie nur noch sehr schwer zu entzünden.

Zünde die Kohletablette an, indem Du ein Feuerzeug an einer Seite daran hältst, und lege sie auf den Sand. Erschrecke nicht, die Kohle kann zischen und funken, das liegt daran, dass sie mit einer Säure getränkt ist, damit sie sich besser entzündet. Damit man sich nicht die Finger verbrennt, kann man eine spezielle Kohlezange verwenden. Beobachte das schöne Schauspiel, wenn die Kohle zu brennen beginnt.

Wenn die Kohle rot glüht, kannst Du das Räucherwerk auflegen. Aber Achtung: Zwei – drei Körnchen genügen fürs erste! Es ist besser, noch etwas nachzulegen, als gleich zuviel aufzulegen – die Rauchentwicklung und der Duft können sonst zu stark werden.


 

Die Herstellung eigener Räuchermischungen

  

Obwohl der Handel unzählige Räuchermischungen anbietet, mag in dem ein oder anderen dennoch der Wunsch entstehen, seine ganz persönliche Räucherung zusammenzustellen, sei es, um die persönlichen Lieblingsdüfte zu vereinen oder um eine ganz spezielle Wirkung zu erzielen. Das Vorbereiten und Mischen der einzelnen Zutaten ist zudem ein sinnliches Erlebnis, dass die entspannende Wirkung des Räucherns verstärkt.

Es gibt keine zwingenden Regeln bei der Herstellung eigener Mischungen, erlaubt ist, was gefällt. Mit etwas Übung und Fantasie kann jeder wohltuende Räucherungen zusammenstellen. Hier noch ein paar Tipps:

* Hölzer und Blüten werden in der Regel mit Harzen kombiniert, da sie schnell abbrennen und eine leicht ‚verbrannte’ Unternote haben.

* Eine Mischung sollte aus nicht zu vielen Einzelteilen bestehen, vier bis fünf Zutaten reichen in der Regel aus.

* Die verschiedenen Zutaten können einfach miteinander gemischt werden. Zur besseren Verbindung empfiehlt es sich jedoch, alle mit einem    

   Mörser zu zerstoßen. Dabei wird mit den Harzen begonnen und jede Zutat einzeln zugegeben und verarbeitet.

* Die fertige Mischung lässt sich in einem verschließbaren Gefäß nahezu unbegrenzt aufbewahren. Allerdings sollen die Komponenten mit der

   Zeit die ihnen zugesprochenen Fähigkeiten verlieren.

 

Eine Anregung zum Austesten:

Aus Dammar, Lavendel und Sandelholz lässt sich eine entspannende Räuchermischung zusammenstellen – über das richtige Verhältnis der Zutaten muss jeder selbst entscheiden.

 

 

Räucherstoffe

 

Grundsätzlich kann man alles räuchern, was gut riecht, wenn es verbrennt. Im folgenden gebe ich eine kurze Aufstellung über die gebräuchlichsten Räucherstoffe sowie deren Duft, Wirkung und Anwendungsgebiete. Ganz allgemein unterscheidet man dabei Harze, Hölzer, Wurzeln und sonstige Pflanzenteile.

 

Harze

Harze sind der Hauptbestandteil aller Räuchermischungen. Sie werden von verschiedenen, oft exotischen Bäumen geerntet und in kleinen getrockneten ‚Kügelchen’ angeboten. Duft- und Rauchentwicklung sind meist sehr stark. Viele schrecken in Erinnerung an Kirchenbesuche vor der süßlichen Schwere zurück – doch nicht jedes Harz riecht gleich! Es gibt auch frisch-herbe oder blumige Duftnoten und die Duftintensität lässt sich durch die aufgelegte Menge regulieren.

 

Benzoe

Dieses Harz wird von gleichnamigen Bäumen aus der Familie der styrax benzoin gewonnen. Es handelt sich um einen typisch orientalischen, weichen Duft mit einem leichten Vanille-Aroma. In Indien wurde Benzoe als Tempelweihrauch verwendet. Seine Wirkung ist beruhigend und harmonisierend, es eignet sich hervorragend als Reinigungs- und Schutzräucherung. Cunnigham empfiehlt ihn darüber hinaus für Astralprojektionen.

 

Copal

Copal stammt von verschiedenen Pflanzen der Gattung der Schmetterlingsgewächse und war schon den Indianern Mittelamerikas bekannt. Das Harz entwickelt sein Aroma, das bei Niedergeschlagenheit, Krankheit und  Depression hilft, erst bei Hitzeeinwirkung. Sein frischer Duft wirkt reinigend und soll das Herz öffnen, so dass er auch in Liebesräucherungen Verwendung findet. Ebenso eignet es sich zur Reinigung von Edelsteinen u.ä. vor deren magischen Verwendung.

 

Dammar

Vom Dammarbaum, der in Indien und Südostasien beheimatet ist, stammt dieses Harz mit frischem, zitrusartigem Duft. Aus diesem Grund wird Dammar gern bei Reinigungs- und Schutzräucherungen verwendet. Sein Name stammt aus dem malaiischen und bedeutet 'Licht' - dementsprechend wird es auch gern bei  depressiven Verstimmungen eingesetzt.

 

Drachenblut

Im indischen Raum, aber auch in Afrika und anderen tropischen Gebieten wächst der so genannte Drachenbaum, dessen Früchte mit einem Schuppenpanzer umgeben sind, aus dem ein blutrotes Harz austritt. Dieses so genannte Drachenblut ist ein äußerst mächtiges Harz, es wird hauptsächlich zur Vertreibung extrem negativer Energien bis hin zum Exorzismus verwendet. Zum Teil wird es auch Liebesräucherungen beigemischt. Es soll Mut und (auch magische) Stärke bringen. Drachenblut sollte immer in kleinen Mengen und mit Respekt geräuchert werden. Seine Wirkung und sein etwas strenger Geruch empfehlen im übrigen eine Mischung mit anderen Zutaten.

 

Guggul

Guggul, auch als Loban bekannt, ist in Indien, Nepal und Tibet ein wichtiger Räucherstoff. Als stärkstes Harz im Ayurveda gilt es als Verjüngungsmittel und soll das Nervensystem von Toxinen befreien. Der sehr balsamische, etwas süße Geruch erzeugt eine wunderschöne, weiche Atmosphäre und löst Verspannungen.

 

Mastix

Eine der teuersten Ingredenzien. Das Harz, das meist in Griechenland gewonnen wird, verströmt einen feinen, balsamischen Duft und hat eine klärende, reinigende und ausgleichende Wirkung. Es eignet sich hervorragend, um in einem hektischen Alltag wieder zu Ruhe zu kommen. Die Griechen benutzen es noch heute zum Harzen von Wein und zum Aromatisieren von Ouzo.

 

Olibanum

Olibanum ist der typische Vertreter der Räucherharze, also das, was man im allgemeinen mit 'Weihrauch' bezeichnet. Es wird nach jahrtausendealter Tradition in Somalia, Eritrea und Arabien durch Einschneiden der Rinde der Weihrauchbäume gewonnnen und gilt als die wirkungsvollste Räucherung für Reinigung und Schutz. Zugleich fördert es Visionen und soll Wohlstand und Erfolg anziehen.

 

Sandarak

Sandarak wird von einigen Arten der unter anderem in Algerien und Marokko beheimateten Sandarakzypresse (zu deren Gattung auch der Lebensbaum gehört) gewonnen. Sein frischer Duft wirkt entspannend und stresslösend und wird gern bei Schutz- und Reinigungsritualen eingesetzt.

 

Styrax

Styrax (auch: Storax) ist das Harz des tropischen Amber-baums. Durch seine entspannende und beruhigende Wirkung eignet es sich hervorragend als Ausgleich bei Stress und innerer Unruhe. In der Medizin wird es auch gegen Katarrhe eingesetzt.

 

 

Hölzer & Wurzeln

Ein zweiter wichtiger Bestandteil von Räuchermischungen sind Hölzer und ähnliche Pflanzenteile. Diese enthalten zumeist viele ätherische Öle, die sie bei ihrer Verbrennung abgeben – ein Effekt, der zum Beispiel auch beim Räuchern von Lebensmitteln genutzt wird.

 

Eichenrinde

Bei fast allen alten Völkern, in deren Gebiet die Eiche wuchs, lässt sich eine Verehrung für diesen Baum feststellen, der als Wohnsitz von Göttern (z.B. Zeus oder Thor) und Dryaden sowie Symbol der Unsterblichkeit und Treue gilt. Seine Rinde wird zum Schutz gegen negative Energien geräuchert.

 

Guajakholz

Der im tropischen Zentralamerika heimische Guajakbaum liefert diesen Räucherstoff, der gegen Erkältungen eingesetzt wird und als starkes Aphrodisiakum gilt.

 

Sandelholz rot

Sandelholz, als Räucherstäbchen oder –kegel bekannt, stammt von einem Schmetterlingsblütler des tropischen Afrikas und Indiens. Es hilft beim Entspannen und Loslassen und kann so die Meditation erleichtern, aber auch Heilungsprozesse unterstützen. Weiterhin eignet es sich sehr gut für Reinigungsrituale. Aber auch um eine erotische Atmosphäre zu ‚zaubern‘, wird es gern genommen.

 

Sandelholz weiß

Beim weißen, ‚echten’ Sandelholz handelt es sich um das harte und schwere Kernholz des Sandelholzbaumes. Wirkung und Anwendungsgebiete entsprechen denen des roten Sandelholzes, Kenner schätzen allerdings den feineren und edleren Duft. Weißes Sandelholz wird in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verwendet.

 

Zedernholz

Schon im Altertum wusste man, dass das Holz der Zeder mit wohlriechenden ätherischen Ölen durchtränkt ist. Die Zeder selbst war in vielen Kulturen von großer Bedeutung, so taucht sie zum Beispiel im Gilgamesch-Epos sowie in der Bibel auf. Der Geruch von Zederholz wirkt stärkend und aufbauend. Durch seine harmonisierende Wirkung kann es hilfreich bei zwischenmenschlichen Problemen sein. Gleichzeitig öffnet es den Geist und unterstützt so bei der Meditation und magischen Prozessen. Nach Ansha zieht Zedernholz auch Geld und Reichtum an.

 

 

Blüten & Blätter

 

Damiana

Die getrockneten Blüten und Blätter des Damianastrauchs aus der Familie der Safranmalvengewächse sollen gegen depressive Verstimmungen helfen. Hauptsächlich werden sie aber als Aphrodisiakum eingesetzt. Schon die Mayas sollen die Wirkung der Damiana-Pflanze gekannt haben, sie verwendeten sie auch bei Atembeschwerden und Erkältungskrankheiten.

 

Erdrauchkraut

Auch Elfenkraut genannt, wurde diese Pflanze schon von den Kelten und den Germanen genutzt. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, Kontakt zur Geisterwelt aufzunehmen - eine gute Unterstützung für die Arbeit mit dem Witchboard u.ä.

 

Eukalyptus

Die keimabtötende Wirkung des Eukalyptus ist heute noch bekannt. Er wird deshalb gern für Heilungs- und Reinigungszeremonien verwendet, aber auch, um böse Geister abzuwehren.

 

Fichtennadeln

Die Nadeln des Kieferngewächses werden hauptsächlich zur Reinigung und Desinfektion verwendet.

 

Gingkoblätter

Der Heilwirkung des einzigen heute noch existierenden Vertreter der Ginkgogewächse, dem japanischen Nussbaum, wurde in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit gewidmet. Traditionell wird er bei Konzentrationsschwäche und Nervosität geräuchert.

 

Ingwer

Mehr als Küchengewürz – für exotische Gerichte oder auch als Gingerale-Limonade – ist diese alte Kulturpflanze Südasiens bekannt. Als Zutat in Räucherwerken soll er vorbeugend gegen Krankheiten aller Art wirken. Zudem löst Ingwer seelische Blockaden und sorgt für einen freien Energiefluss.

 

Jasmin

Das Ölbaumgewächs, das mit über 200 Arten in nahezu allen warmen Gebieten der Erde zu finden ist, steht für die Liebe – die spirituelle und die körperliche. Räucherungen mit Jasmin können die kosmische Liebe anziehen sowie eine Atmosphäre der Erotik und Sinnlichkeit schaffen. Auch Rituale für das Gelingen eines bestimmten Vorhabens können von einer Jasmin-Räucherung unterstützt werden.

 

Johanniskraut

Die antidepressive Wirkung des gelbblütigen Krauts ist allgemein bekannt. Zur Johannisnacht (24. Juni) gesammelt, soll es böse Geister vertreiben. Der austretende, die Haut rot färbende Saft wird als Johannisblut bezeichnet. Das Kraut hat in Volksmedizin und –magie zahlreiche Anwendungsgebiete und soll unter anderem als Räucherung Schutz vor Unheil bringen. Es wird auch gern bei Liebesorakeln eingesetzt.

 

Kamille

Kaum eine zweite Pflanze ist so bekannt wie die Kamille mit ihren weiß-gelben Blüten, so dass ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten nicht weiter aufgezählt werden müssen. Als Räucherpflanze findet sie in Erfolgsräucherungen Verwendung und zieht Geld an. Zudem sorgt sie für Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

Lavendel

Lavendel wird gern für Reinigungszeremonien genutzt (‚lavare‘, lat., bedeutet soviel wie ‚waschen‘).  Man sagt  seinem Duft auch eine entspannende und eine verführerische Wirkung nach. Und dass er gut gegen Motten im Kleiderschrank hilft, ist allgemein bekannt.

 

Lemongras

Die vor allem in Sri Lanka angebaute, zu den Süßgräsern gehörende Pflanze vereint die Aromen von Zitrone und Rose in sich. Nach Cunningham aktiviert eine Räucherung mit Lemongras das übersinnliche Bewusstsein. Darüber hinaus wirkt es beruhigend und verbreitet gute Laune.

 

Mädesüßblüten

Mädesüß, eine Gattung der Rosengewächse, soll eines der vier heiligen Kräuter der Kelten gewesen sein. Vermutlich wurde es als Süßungsmittel, unter anderem für Met, verwendet. Als Räucherpflanze verbreitet es positive Energie und wirkt damit entspannend und ausgleichend. Daneben wird es auch in Liebesräucherungen eingesetzt.

 

Misteln

Wenige Pflanzen sind mit so vielen Tugenden und mit so viel Symbolgehalt überhäuft worden wie die Mistel. Die keltischen Druiden sollen sie genutzt haben, Äneas öffnete mit ihr die Tür zur Unterwelt, Hippokrates verarbeiteten sie zu einem Heilmittel gegen Schwindelgefühle u.ä. und Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Gicht und Blutkrankheit. In Räuchermischungen ist sie ein starkes Schutzkraut, das auch bei Exorzismen eingesetzt werden kann.

 

Orangenblüten

Die Blüten des Orangenbaumes haben einen herrlichen honig-süßen Duft, der in der Aromatherapie zur Stimmungsaufhellung genutzt wird. Das Räuchern von Orangenblüten (und –blättern) bringt Mut und Optimismus, wird aber auch als Liebeszauber eingesetzt.

 

Passionsblume

Die Seefahrer brachten aus der „neuen Welt“ diese wundersame Schlingpflanze mit gelben, essbaren Früchten mit, die von den Indianern im brasilianischen Urwald als Herz- und Beruhigungsmittel gebraucht wurde. Sie soll bei Schlaflosigkeit, Unruhe, Depressionen und Angstzuständen helfen und neuen Tatendrang bringen.

 

Patchouli

Der schwere Duft des ostindischen Lippenblütlers wird in erster Linie bei Liebeszaubern verwendet oder um eine erotische Atmosphäre zu schaffen. Es fördert aber auch die Hellsichtigkeit und die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen. Weiterhin kann der erdverbundene Duft auch in Geld- und Schutzzaubern eingesetzt werden.

 

Rosenblüten

Was die Rose symbolisiert, bedarf keiner Erklärung ... Man verwendet sie hauptsächlich für Liebeszauber oder um eine Atmosphäre liebevoller Zuneigung und Erotik zu schaffen. Ganz allgemein zieht eine Räucherung mit Rosenblüten Glück an.

 

Salbei

Die Salbeipflanze, die auch in der Küche und in der Heilkunde Verwendung findet, fand sich schon im frühen Mittelalter auf Geheiß Kaiser Karls des Großen in jedem Klostergarten. Generell hat dieser Lippenblütler eine äußerst reinigende Wirkung und wird von daher in Heilungszeremonien, aber auch zur Abwehr negativer Energien und Geister verwendet. Er hilft zudem, einen klaren Kopf zu bekommen, wenn die Gedanken sich mal wieder überschlagen.

 

Wacholderbeeren

Dem Wacholderstrauch werden schon seit Urzeiten übernatürliche Kräfte zugesagt. Schon auf einem altägyptischen Papyrus wird er als Heilpflanze erwähnt. Den Germanen sollen Wacholderzweige als Grabbeigaben gedient haben, um böse Geister fernzuhalten. Auch als Räucherpflanze wird Wacholder insbesondere zum Schutz vor negativen Energien oder Geistern verwendet. Durch seine keimtötende Eigenschaft kann er auch zum Ausräuchern von Krankenzimmern benutzt werden.

 

Wermut

Wermut wird wegen des in ihm enthaltenen Gehalts an Thujon als Heilmittel verwendet und ist Basis vieler alkoholischer Getränke, insbesondere des bekannten Absinths. Als Räucherung wird er zum Schutz eingesetzt, darüber hinaus soll sein Duft auch entspannend wirken und für einen erholsamen Schlaf sorgen.

 

Zimt

Bei uns vor allem als weihnachtliches Gewürz bekannt, wurde Zimt bereits in der Antike als Räuchermittel benutzt. Seine Anwendungsgebiete sind vielseitig: So soll er zum Beispiel übersinnliche Fähigkeiten verstärken sowie in Heilungs-, Schutz- und Liebeszaubern wirken.

 
 

Schattenmond Räuchermischungen

 

Neben einzelnen Harzen und Pflanzen bietet Schattenmond verschiedene fertige Räuchermischungen an. Außer den reinen Duftkompositionen  führen wir auch Wicca-Mischungen zu verschiedenen magischen Zwecken.

 

 

Duftkompositionen

 

Anderswelt

Farbenfrohe Mischung mit blumigen Duft, der einen direkt ins Feenreich trägt ...

 

Elinnas

Verschiedene bunte Harze mit einem würzig-frischen Duft.

 

Mithras

Sonnige Mischung mit Aden-Weihrauch.

 

Seven Sisters

Auch diese Mischung besticht – natürlich abgesehen vom feinen Duft – durch ihr besonderes Aussehen: tiefschwarze Harze, vermischt mit "Goldkörnchen" – eine Räuchermischung wie ein nächtlicher Sternenhimmel.

 

 

Wicca-Räuchermischungen

 

Anadyomene

Anadyomene, die ‚Schaumgeborene‘, ist der Beiname der griechischen Liebesgöttin Aphrodite. Diese Mischung (u.a. Olibanum und Sandelholz) kann verwendet werden, um eine liebevolle und erotische  Atmosphäre zu schaffen.

 

Arkana

Diese exquisite Mischung, die u.a. Mastix und Sternanis enthält, verstärkt hellseherische Tendenzen. Man kann sie als Unterstützung abbrennen, wenn man pendelt, Karten legt oder sich in Trance versetzen will.

 

februa

Diese Mischung wurde speziell für Reinigungsrituale zusammengestellt. Wenn man etwa einen bestimmten Platz von negativen Schwingungen befreien willst, kann man ihn mit dieser Mischung (u.a. Benzoe und Wacholder) ausräuchern. Auch Personen und Gegenstände können auf diese Weise gereinigt werden.

 

Nektar der Hebe

Hebe, die Göttin der Gesundheit und der Jugend, serviert in der Vorstellung der antiken Griechen den Göttern im Olymp den Nektar. Diese Räuchermischung enthält u.a. Wacholder, einen der ältesten magischen Räucherstoffe. Man kann sie verwenden, um einen Heilungszauber zu verstärken, ein Krankenzimmer auszuräuchern u.ä.

 

Nymphäum

Die Nymphen waren in der antiken Mythologie Naturgeister, ihr Wohnort das Nymphäum. Wenn Du dich dorthin begeben willst, solltest Du dieses Räucherwerk ausprobieren, das mit seinen Kräuterbestandteilen (z.B. Myrrhe und Rosmarin) den Kontakt zu Naturgeistern erleichtert.

 

Silbermond

Wenn der Mond voll wird und sein wie Silber glitzerndes Spiegelbild in den dunklen See wirft, ist es an der Zeit, diese Räuchermischung (mit Olibanum, Zimt u.a.) abzubrennen und einen Zauber für Erfolg in allen Angelegenheiten, auch finanziell, zu weben.

 

Tigerauge

Das Tigerauge beschützt vor allen negativen Einflüssen. Diese Mischung (u.a. Benzoe und Engelswurz) kann auch dann geräuchert werden, wenn ein Platz, ein Gegenstand oder eine Person gesegnet und vor Unheil bewahrt werden soll.

 

 

Räucherstäbchen & -kegel

 

Im Gegensatz zum Räuchern mit Harzen und getrockneten Pflanzen ist die Verwendung von Räucherstäbchen und –kegeln eher bekannt. Bei ihrer Herstellung werden ätherische Öle mit einer Trägersubstanz gemischt und in die gewünschte Form gebracht. Hochwertige Räucherstäbchen erkennt man unter anderem daran, dass sie nur aus dieser Masse bestehen, während billigere Varianten in ihrem Kern ein Holzstäbchen haben, das beim Verbrennen einen unangenehmen Beigeruch entwickelt.

Das Verbrennen von Räucherstäbchen und –kegeln ist weniger stimmungsvoll und ausdrucksstark als die Benutzung von losem Räucherwerk. Allerdings haben sie auch Vorteile, die vor allem in ihrer einfachen Handhabung liegen: Stäbchen oder Kegel werden einfach in passende Behälter gesteckt oder gestellt und angezündet. Im Gegensatz zum losen Räucherwerk muss man bei den Stäbchen nicht ständig nachlegen und man kann es einfach löschen. Sie sind eine schnelle und einfache Alternative, wenn man nicht genügend Zeit und Muße zum Räuchern hat.

Bei Schattenmond gibt es eine große Auswahl an Räucherstäbchen in den verschiedensten Duftrichtungen. Wer seinen persönlichen Lieblingsduft noch nicht gefunden hat, testet sich einmal mit den Mini-Sets durch das Sortiment.


 

Ätherische Öle

 

Eine weitere weit verbreite Methode zur Beduftung von Räumen ist das Verdunsten ätherischer Öle in einer Duftlampe. Unter ätherischen Ölen versteht man Pflanzenöle, die man durch Extraktion aus Pflanzen gewinnt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ölen (wie etwa Sonnenblumen- oder Olivenöl) verdampfen sie vollständig und hinterlassen keine Fettflecken – eine gute Methode, um reine von gestreckten Ölen zu unterscheiden.

Es gibt verschiedene Verfahren zur Gewinnung von ätherischen Ölen. Zwei der ältesten sind die Dampfdestillation sowie die so genannte enfleurage à froid, bei der über einen Zeitraum von drei Monaten täglich frische Blüten auf eine mit Schweine- oder Rinderschmalz bestrichene Glasplatte gestreut werden, wobei das Fett die ätherischen Öle der Pflanze aufnimmt. Alle Verfahren zur Gewinnung ätherischer Öle sind sehr aufwändig, so benötigt man zum Beispiel zur Herstellung von 1kg Rosenöl 4.000 – 5.000kg Rosenblüten.

Beim Einkauf ist es wichtig, auf die Qualität der Öle zu achten und möglichst nur naturreine Öle zu verwenden. Von der Verwendung naturidentischer oder gar künstlicher Öle ist abzuraten, auch wenn diese im Vergleich zu reinen Ölen sehr viel günstiger sind.

Die Anwendung ätherischer Öle gelingt am einfachsten mit einer Duftlampe: Dabei werden wenige Tropfen des Öls in etwas Wasser in ein Gefäß gegeben, das mittels eines Teelichts erwärmt wird. Im Winter kann man auch einfach ein dekoratives Gefäß mit Wasser und etwas Öl auf die Heizung stellen. Die im folgenden beschriebenen Wirkungen der verschiedenen Öle beziehen sich auf diese Art der Anwendung.

Achtung: Ätherische Öle dürfen nie direkt auf die Haut aufgetragen werden. Alle weiteren Verwendungsmöglichkeiten, etwas als Badezusatz oder in Massageöle, bedürfen eingehender Beschäftigung mit der Materie, die in diesem Kurzführer nicht gegeben ist.

 

Blutorange

wesentlich fruchtiger als Orangenöl; nervenstärkend, erfrischend, entspannend, bei Stress, Nervosität, Kopfschmerzen

 

Cedernholz/Wacholder

(aus der virginischen Zeder, einer nordamerikanischen Kiefernart)

schleimlösend, beruhigend und keimtötend. Wirkt besonders bei chronischen Atemwegserkrankungen und nervösen Verspannungen. Unterstützt Meditationen, fördert Kommunikation

(nicht für Schwangere und Epileptiker geeignet)

 

Chinesische Pfefferminze

erfrischend, gedächtnisstärkend, schleimlösend, entkrampfend, bei Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Erkältung

 

Citronella

(aus einer Süßgrasart mit frischem, zitrusartigem Duft)

antidepressiv bei Stimmungsschwankungen, konzentrationsfördernd, aufmunternd bei Müdigkeit, desinfizierend, wirkt auch gegen Mücken

 

Elemi

(aus dem Harz des tropischen Balsambaumes)

fördert die Meditation, inspiriert den Geist, harmonisiert die Seele, stärkt den Körper und gibt Lebensmut, wirkt auch antiseptisch und schleimlösend, gut für die Atemwege

 

Eukalyptus

(aus einem bis zu 150m hoch werdenden Myrrthengewächs)

schleimlösend, antibakteriell und fiebersenkend, wird daher gern bei Erkältungskrankheiten aller Art eingesetzt, auch bei Erschöpfung, Stress und mangelnder Konzentration, vertreibt Insekten

 

Grapefruit

anregend, erfrischend, euphorisierend, bei Müdigkeit, Antriebsschwäche, Depression

 

Lavendel

(aus den violetten Blüten des Mittelmeergewächses)

u.a. stimmungsaufhellend, beruhigend, krampflösend, keimtötend, stärkt die Nerven, lindernd bei Erkältungen und Kopfschmerzen, unterstützt seelische Reinigungsprozesse; klassische Entspannungshilfe, hilft bei Erschöpfungszuständen

 

Patchouli

(aus einer indischen Minzeart)

unverwechselbarer, herb-erdiger Geruch, vertreibt Motten, klärt die Gedanken und hilft so bei der Konzentration; vertreibt trübsinnige Gedanken, vermittelt ein starkes Gefühl des Vertrauens und der Geborgenheit; kann auch eine erotische Atmosphäre schaffen und unterstützt bei der Meditation

 

Rosenholz

(aus dem Rosenholzbaum, einem Lorbeergewächs)

herber, rosenähnlicher Geruch; stärkt schwache Nerven, entspannt und beruhigt in Stresssituationen, löst seelische Blockaden und fördert das Selbstvertrauen; vermittelt Heiterkeit und Vertrauen, kann auch aphrodisierend wirken; fördert einen erholsamen Schlaf und hilft gegen Kopfschmerzen

 

Rote Mandarine

harmonisierend, inspirierend, erheiternd, bei Verspannungen, Aggressionen, Schlaflosigkeit

 

Sandelholz

(aus dem westindischen Sandelholzbaum)

steigert die sexuelle Lust, lindert Depressionen und psychosomatische Erkrankungen; wirkt schleimlösend, konzentrationsfördernd; unterstützt bei der Meditation

(nicht für Schwangere geeignet)

 

Süße Orange

entspannend, aufmunternd, harmonisierend, wärmend, bei Nervosität, Melancholie, Angst, Schlaflosigkeit 

 

Teebaum

(aus den Blättern einer australischen Myrtenart)

tötet u.a. Viren, Pilze und Bakterien ab, steigert die Abwehrkräfte, lindert Juckreiz und Schwellungen bei Insektenstichen, unterstützt die Wundheilung

 

Ylang Ylang/Macassar

(aus einem Anemonengewächs aus Südostasien bzw. Madagaskar)

der Name bedeutet ‚Blume der Blumen’; süßer, betörender Duft; verleiht Optimismus und Mut, zerstreut alle Sorgen und lässt Ärger, Wut und Frust abklingen; ist sexuell anregend, entspannend, blutdrucksenkend und sorgt für einen guten Schlaf; wirkt auch antiseptisch

 

Zimt

(aus der Rinde des Zimtbaumes, einem Lorbeergewächs vorwiegend aus Sri Lanka)

wärmt seelisch und körperlich, schafft ein Gefühl der Geborgenheit; regt Herz, Kreislauf und Atmung an; fördert Intuition und Kreativität, kann aphrodisierend und anregend wirken.

 

 

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