Die unglaublichen Abenteuer der legendären Leichten Infanterie der Roten Faust

                                                               Der Raubritter

                                                                 ~ von Sadist ~

 

 

Die hier geschilderten Ereignisse trugen sich am 2. Tage des 4. Monats im Jahre 440 nach mirandischer Zeitrechnung zu.

Es begab sich, dass ein Waibel der Schweren Infanterie der Roten Faust nach tapferen Recken rief, die ihm bei der Belagerung einer Raubritterfeste helfen sollten. Der Raubritter Cook van der Gier hatte mehrere Händler überfallen und deren Waren auf seine Burg Peppstein gebracht. Diesem bösartigen Treiben wollte nun jener Waibel ein Ende bereiten.

Unsere drei bekanntesten Mitglieder der Leichten Infanterie der Roten Faust, Maltus Berodiac, Bannerträger Wandor und der fast schon legendäre Ausbilder und Bogenschütze Sauffix, hatten die Bitte des Waibels vernommen und folgten dieser.

So kam es das man sich dann vor der Burg Peppstein traf und die Belagerung begann. Ritter Reo hatte sogar einen Tribock mitgebracht, mit dessen Hilfe man das schwere Eingangstor zerstören wollte. Doch die Verteidiger machten früh morgens einen Ausfall, und da nur unsere drei tapferen Helden von der Leichten Infanterie den Mut besaßen sich der wilden Horde zu stellen um den Tribock zu schützen, wurden sie immer weiter zurückgedrängt, sodass die Räuber den Tribock schwer beschädigen konnten, und erst als der Kampf auch auf das Lager der anderen angereisten Personen übergriff, bequemten diese sich endlich auch mitzukämpfen.

Aber dank der handwerklichen Geschicklichkeit von Ritter Reo und seinem Knappen wurde der Tribock sehr schnell wieder aufgebaut, und man begann sich auf das Tor einzuschießen. Nach einigen Volltreffern zersplitterte das Tor und die Belagerer gingen zum Angriff über.

Allen voran natürlich die Leichte Infanterie.

Hinter dem Tor war ein schmaler Felsengang, in dem sich den Angreifern keiner der feigen Räuber entgegenstellte. Diese hatten weiter hinten eine Verteidigungsstellung aufgebaut, sodass sie die Angreifer von vorne und von beiden Seiten von oben her angreifen konnten.

Wandor führte die anderen Nahkämpfer zu einem Sturmangriff nach vorne, während Sauffix mit seinen unvergleichlichen Schießkünsten und die anderen Bogenschützen die diversen Bogenschützen auf der Seite unter Beschuss hielt, und diese langsam aber stetig dezimierte. Doch leider brachen dann die feigen Gesellen von der Dienstleistergilde zu Miranda den Angriff ab, und da die Verteidiger noch den Felsengang mit einem Fallgitter unpassierbar machten, konnten Maltus und Sauffix nichteinmal den Kämpfern auf der anderen Seite zu Hilfe eilen. Doch glücklicherweise hatten auch die Räuber schwere Verluste erlitten, und so tauschten sie die eingeschlossenen Kämpfer gegen drei Stundengläser Waffenruhe ein.

Nach Ablauf der Waffenruhe ging man zu einem neuerlichen Angriff über.

Mit vereinten Kräften stemmte man das Fallgitter aus der Wand und griff  vor dem Beschuss von oben her geschützt durch große Schilde neuerlich an.

Und wieder hielt Sauffix mit den anderen Bogenschützen die Räuber auf den Seiten in Schach, sodass diese nur unter Einsatz ihres Lebens heißes Pech auf die Angreifer im Gang kippen konnten.

Wandor erklomm dann die eine Balustrade und griff die darauf befindlichen Bogenschützen an. Dank dieser einem Selbstmord gleichkommenden Heldentat, mussten sogar Verteidiger des Ganges auf die Palisade abgezogen werden, sodass die Angreifer nun endlich den aufgebauten Wehrgang einnehmen konnten. Und damit waren dann die Räuber geschlagen. Aber sie ergaben sich nicht, sondern führten ein Rückzugsgefecht und gingen lieber in den Tod, als gefangen genommen zu werden.

Sauffix entdeckte dann noch, wie der Raubritter sich von dem Hauptturm abseilte, den zwei tapfere Räuber erbittet verteidigten, aber er konnte den Raubritter nicht an der Flucht hindern, denn er hatte einen Pfeil im Oberschenkel stecken und war so nicht in der Lage seinem Namen alle Ehre zu machen.

Als dann der letzte Räuber vernichtet war, nahm man die Burg in Besitz und feierte den Sieg.

 

 

(c) Dieter Weckfort

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