Visualisierung

 

Genau wie bei der Meditation handelt es sich bei der Visualisierung um eine Technik, die man magisches Handwerkszeug nennen könnte.

Und genau wie bei der Meditation gibt es eine Menge Missverständnisse.

 

Ich habe Leute sagen hören, sie könnten einfach nicht visualisieren, oder wie sie optische Phänomene für eine Visualisierung hielten. Meiner Meinung nach kann jeder visualisieren, dass so viele glauben, sie wären dazu nicht fähig liegt, an einer falschen Annahme:

Aus irgendeinem Grund denken die Leute, sie müssten das gewünschte Bild mit den physischen Augen irgendwo vor sich im freien Raum schweben sehen. Sie vergessen hierbei, dass auch unsere physischen Augen nicht wirklich sehen, sondern dass es unserem Gehirn obliegt, die aufgenommenen optischen Reize in Sehen umzuwandeln.

 

 

Visualisierungen sehen wir aber mit unserem inneren Auge.

Ein Experiment: bittet mal jemanden, sich etwas vorzustellen oder sich ein Bild aus dem Urlaub in Erinnerung zu rufen - ich wette, er wird, wenn auch nur kurz, die Augen nach oben wenden. Um genau zu sein, richtet sich dieser Blick nach oben und innen, wo unser Stirnchakra sitzt, das auch das dritte Auge genannt wird - und schon sind wir an dem Ort, an dem wir visualisieren.

 

 

spiegel_inner_thumb.jpgJeder hat schon mal taggeträumt und somit visualisiert.

Also kann man es von Natur aus.

Was daran zu üben ist, ist die Konzentration, das Halten des Bildes und natürlich das Erschaffen von Bildern, die wir unter Umständen vorher noch nie gesehen haben.

 

Aber auch das ist nicht mystisch oder außergewöhnlich. Unser Sprachgebrauch weist Redewendungen auf wie: 'seiner Vision folgen' - das bedeutet nichts anderes, als dass sich ein Mensch ein Bild von etwas erschaffen hat, das er nun in die Realität bringen möchte. Um etwas zu erschaffen, muss man es erst sehen. Wie ein Künstler die fertige Statue im Stein zu sehen vermag oder ein Autor die Bilder seiner Figuren und deren Geschichte, bevor sie aufs Papier gebracht werden.

 

 

Wie beginnt man also mit einer Visualisierung?

Um es sich einfach zu machen kann man anfangs einen Gegenstand betrachten - die Augen schließen und das Bild des Gegenstandes möglichst lange und detailgetreu in seinem Geist halten.

 

Oder, was sehr einfach ist, man beginnt mit simplen geometrischen Formen, die man im Geiste auf eine Leinwand projiziert. Ein Kreis, ein Dreieck - mit Farben, wenn man will.

 

Mit einiger Übung und etwas Talent dafür gelingt es einem schließlich vielleicht sogar, solche Bilder wirklich mit allem drum und dran zu erschaffen. Geruch, Geschmack, Gefühl, Geräusch.Kristallkugel 110mm mit Halter

 

 

Wozu braucht man diese Technik denn überhaupt?

Um einen Zauber zu wirken, muss man dessen Ziel klar vor Augen haben. Genau wie der Mensch, der seiner Vision folgt, um sie in die Realität zu holen, erschafft man hier das Bild des Gewünschten und lässt die Energien zu dessen Verwirklichung in die Welt.

 

Oder auch beim Ziehen eines Kreises, man 'sieht' dann die Grenze, die man schlägt. Beim Reinigen eines Gegenstandes, oder beim Laden, 'sieht' man wie z.B. weißes Licht sich damit verbindet.

 

Alles in allem ist also dieses innere Sehen eine ungemein nützliche Fähigkeit.

Und wenn sie nur dazu dient sich den ungeliebten Chef in Unterwäsche vorzustellen ;)

 

 

(c)  Amaya, geschrieben für Schattenmond im Februar 2006

 

 

Bitte achtet das Copyright der Autorin.

Gerne leiten wir Mails an Amaya weiter.

Texte von Fremd-Autoren spiegeln nicht unbedingt die Meinung des Schattenmond-Teams wieder.

 

 

zurück zum Info-Portal

zurück zum Shop