Die Erzählungen des Luthreiel Wintermark

erster Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal:

Helden??? oder: Dumme gibt es immer wieder

 

 

Die hier geschilderten Ereignisse trugen sich im Zeitraume vom 30. Tage des 7. Monats bis zum 1. Tage des 8. Monats im Jahre 439 im kleinen Orte Identhal im Herzogthume Krak im Lande Miranda zu. Ich, Luthreiel Wintermark, der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, habe diese Ereignisse größtenteils selber miterlebt und diese am 20. Tage des 8. Monats im Jahre 439 zu Pergament gebracht.

 

Wie ich, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, oben schon erwähnte, war es am 30. Tage des 7. Monats im Jahre 439 als sich unsere allseits bekannten Helden der gottgleiche Paladin Martin, Paladin des Ordens der Drachenklaue, der gazellengleiche Waibel Wandor, Waibel der Leichten Infanterie der Roten Faust, der Eliteeinheit von Herzog Letho, Herzog vom Herzogthume Dracken im Lande Miranda, und Maltus Berodiac, Soldat der Leichten Infanterie der Roten Faust, der Eliteeinheit von Herzog Letho, Herzog des Herzogthumes Dracken im Lande Miranda und Knappe unseres hochgeschätzten Ordensbruders Martin, mit viel anderem wandernden Volk in unserem schönen Örtchen Identhal, am Flusse Iden im Herzogthume Krak nahe der Grenze zum Herzogthume Dracken gelegen, einfanden. Mit in all diesem Volk waren noch einige andere Helden, die wenigsten kenne ich mit Namen, aber eine soll hier noch Erwähnt werden, nämlich Waibel Wandors treue Freundin, die Drachengläubige Chantal  .

Doch leider war unter all dem Volk auch jene im Titel erwähnten Dumme und Helden die sich nur als solche bezeichnen. Ihnen will ich nur ein kurzes Kapitel meiner Geschichte widmen, denn ihre Handlungen sind nicht ruhmreich. Sie hatten irgendwie von unserem schönen Ort hier in Krak gehört, ich denke der Ruf meiner Bibliothek ist sogar bis in ihre entfernten Lande gedrungen, und wollten deshalb wohl Identhal mal Kennenlernen. Doch während sich andere, darunter unser heldenhafter Paladin Martin, Waibel Wandor, Maltus Berodiac und Chantal, edelmütig und voller Vertrauen in den Weisen Drachen auf die Fährte eines Drowfestzuges machten, an deren Ende sie sogar gegen die Drowmatriarchin selber kämpfen mussten, feierten jene sich Helden schimpfenden Individuen nur in Ihren Zelten und der Taverne und durchforsteten meine reichhaltige Bibliothek, die sie aber nur in heillose Unordnung brachten. Auf solche unzivilisierten und feigen Gäste kann unser Ort gut und gerne verzichten.

Aber Helden gab es ja, wie ich, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, ja schon erwähnte auch, und ihnen will ich diese Geschichte widmen.

Unser edelmütiger Ordenspaladin Martin, Waibel Wandor, aber auch die Drachengläubige Chantal, hatten wohl in einer Vision vom Geist des Großen Drachen, der in meinem Tempel hier in Identhal innewohnt, erfahren, dass am heutigen Tage, dem Tage ihrer Ankunft, das Kind, welches aus der gewaltsamen Vereinigung der Drowmatriarchin und Waibel Wandor hervorging, zur Welt kommen solle; und so verlangte der Große Drache nun, dass Waibel Wandor alles daran setzten sollte jenes Kind in seine Obhut zu bekommen.

Obwohl man erst sehr erst spät ankam, ließ es sich unser gottesfürchtiger Ordenspaladin Martin und Waibel Wandor nicht nehmen noch zu sehr später Stunde meinem so bedeutenden Tempel einen Besuch abzustatten. Und vor lauter Ehrfurcht vergaßen die beiden die Zeit und blieben lange Zeit in Schweigen gehüllt beim Tempel. ZU Ihrem Glück, wie sich zeigen sollte. Denn plötzlich durchbrach lautes Freudengeschrei die nächtliche Stille, und schwarze Gestalten mit weißen Haaren zogen in einem langen Fackelzug, nicht weit von den beiden gottesfürchtigen Helden entfernt, vorbei. Waibel Wandor schlich noch, allen Warnungen zum Trotz, dem Zug hinterher und folgte ihm, bis er sich sicher war, dass dies eine Gruppe Drows waren.

Doch alleine und nachts konnte er nichts unternehmen, und so ging er zurück zu Martin, und beide beschlossen am nächsten morgen gemeinsam mit ihren Gefährten der Spur zu folgen.

Doch am nächsten Morgen mussten sich die Helden, der weise Paladin Martin, Waibel Wandor, Knappe Maltus Berodiac und Drachenanhängerin Chantal, erstmal meine wunderschöne und reichhaltige Bibliothek, die um etliche hervorragende Schriftrollen angewachsen war, anschauen und dort einige Stunden verweilen.

Erst am späten Mittag konnten sie sich endlich von meiner so wunderschönen Bibliothek trennen, und machten sich auf, zusammen mit einigen anderen Reisenden, um der Spur der Drows zu folgen. Nahe beim Tempel konnte man die Spur deutlich sehen und die Gruppe machte sich an die Verfolgung; Ungewiss was auf sie warten würde.

Sie trafen dann auch direkt auf ein Lager von Orks. Umgehen konnten sie dieses nicht, zumal die Spur direkt darauf zu führte. Also beschloss man das Lager anzugreifen und ein paar Gefangene zu machen, damit man erfahren könnte, wieso die Drows unterwegs waren.

Und so griffen sie das Lager frontal an, und obwohl die Orks wohl von der Gruppe gewusst hatten, sie hatten viele ihrer Kumpanen im Wald versteckt, damit diese von hinten ins Kampfgeschehen eingreifen konnten, wurden sie sehr schnell vernichtet, und es gelang sogar ein paar Gefangene zu machen, von denen man erfahren konnte, dass Die Drowmatriarchin mit dem Neugeborenen hier durchgekommen war, die Orks standen unter ihrer Kontrolle, und weitergezogen war.

Der Gruppe, und somit auch unserem so tapferen Paladin Martin und seinen Gefährten blieb also nichts anderes übrig, als der Spur weiter zu folgen.

Die Fährte führte dann einen steilen Hang zum Fluss Iden hinunter, doch leider warteten auf der anderen Flussseite ein paar Bogenschützen, die die Gruppe unter Beschuss nahmen. Doch nach einen schweren Gefecht, konnte die Gesellschaft die Wegelagerer und Halunken auf der anderen Seite besiegen.

Die Drows selber entdeckte man aber nicht, und so musste man, obwohl man schwer angeschlagen war, die Verfolgung fortsetzten.

Doch als die Spur in einem großen Bogen zurück in Richtung Drowbau führte, verließ viele der Gemeinschaft der Mut, und da unser edelmütiger und hilfsbereiter Ordenspaladin Martin jene Leuthe nicht ohne Schutz nach Identhal zurück marschieren lassen wollte, schloss er sich ihnen an, denn in der anderen Gruppe, die, die die Drows weiter verfolgten, befand sich ja sein treuer und genauso gottesgläubiger Gefährte Wandor.

Und so geschah es, dass der Großteil der Gruppe zurück zur Herberge Identhal marschierte, während nur vier Mann der Spur der Drows weiter folgte.

Sie trafen dann auch noch auf ein Orkheiligtum, doch zu ihrem Glück waren nur ein Schamane und 3 Orks anwesend, und diese schienen auch nicht unter der vollständigen Kontrolle der Drows zu stehen, denn nachdem die vier drei Prüfungen bestanden hatten, verriet ihnen der Schamane, dass die Matriarchin mit ihrer neugeborenen Tochter und dem Festzug zurück zu ihrem Bau gezogen sei.

Und so machte sich der tapfere Wandor mit seinen drei Begleitern auf nach Identhal, denn eine Drowmatriarchin nachts in ihrem Bau anzugreifen wäre töricht gewesen.

Man genoss dann erstmal ein schmackhaftes Abendessen und vertrieb sich danach die Zeit in meiner reichhaltigen Bibliothek. Spät in der Nacht hörte Wandor dann die Stimme der Matriarchin in seinem Kopf, wie sie ihn jetzt auf einer Wiese im Tal herausfordern wollte. Und da auch unser welterfahrener Paladin Martin die Matriarchin in einer Vision auf einer Wiese stehe sah, beschlossen Wandor und unser Ordenspaladin Martin sofort aufzubrechen und diese Wiese zu suchen. Man versuchte noch einige Kampfgefährten zu suchen, aber da Maltus und auch Chantal und der Rest sich erst noch rüsten mussten, und Wandor dies zu lange dauerte, ging er, nur begleitet von unserem göttergleichen Paladin Martin und der immer zu einer Verrücktheit bereiten Sintra Forgwehr, die Trossmagd der Leichten Infanterie der Roten Faust, der Eliteeinheit von Herzog Letho, Herzog des Herzogthumes Dracken im Lande Miranda, schon mal los, die Matriarchin suchen, gewiss, dass der Rest in Kürze folgen würde.

Man traf die Matriarchin dann auch direkt, doch ihre Macht war riesig, und so wurden die drei sofort in ihren Bann geschlagen, und so musst Wandor hilflos mit anschauen, wie er seine Tochter in den Armen hielt, und die Matriarchin sie ihm wieder abnahm. Doch in diesem Moment kamen dann die anderen aus der Herberge an. Und sie griffen sofort die Gruppe der Matriarchin an. In dem Tumult den es dann da gab, konnte Maltus Berodiac der Amme, die noch versuchte sich und das Kind in Sicherheit zu bringen, jenes unschuldige Geschöpf zu entreißen und in Sicherheit zu bringen.

Und auch Sintra, jene liebreizende Trossmagd, griff, nun wo der Bann der Matriarchin von ihr genommen war, da diese sich mit den anwesenden Magiern messen musste, tapfer wie sie ist ins Kampfgeschehen ein. Doch als sich ihr, der so gefährlichen Furie, gleich drei Drowkrieger entgegenstellte, war auch ihre Kampfkunst überfordert, und die Krieger schlugen ihr gar fürchterliche Wunden. Glücklicherweise entdeckte sie ein Heilkundiger und voller Tapferkeit schlich dieser sich, trotz des schweren Kampfgetümmels, zu ihr und rettete ihr so das Leben.

Unterdessen wurde die Matriarchin gleich von 3 oder 4 Magiern bedrängt, und unter dieser geballten arkanen Kraft des Lichtes fiel die Matriarchin, doch wie guckten die Magier gar erstaunt, als sie feststellen mussten, dass sie nur gegen ein Abbild der Matriarchin selber gekämpft hatten.

Doch Wandor war dies egal, für ihn war es nur wichtig, dass er seine Tochter hatte.

Und so machte sich die ganze Gruppe, nachdem man die zahlreichen Wunden verarztet hatte, auf, zurück in die Herberge.

Und hier endet die Geschichte. Bleibt nur zu hoffen, dass der Große weise Drache Wandors Tochter vor allen Unbillen dieser Welt beschützten möge.  

 

Alle Geschichten geschrieben von Dieter Weckfort.

Gern leiten wir Mails an den Autor weiter.

 

 

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