Die Erzählungen des Luthreiel Wintermark

erster Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal:

Wie der Tempel zu Identhal wieder geweiht wurde

 

 

So leset und staunet ihr Gläubigen und andere des Lesens mächtige, wie es möglich war, dass der Tempel des Ordens der Drachenklaue zu Identhal nach Jahrhunderten des Verfalls wieder in den Besitz und Einflussbereichs des Ordens der Drachenklaue gekommen ist.

Es war im Jahre 439, am 21. tage des 2. Monats um genau zu sein, daß eine buntgemischte Gruppe Reisender, Magier und Krieger, Elfen und Menschen, Heiler und Alchemisten, darunter eben auch unser allseits bekannter Paladin Martin vom Orden der Drachenklaue und der Waibel Wandor, Waibel der  Leichten Infanterie der Roten Faust, der Gardeeinheit von Herzog Letho vom Herzogtume Dracken in Miranda, auf ihrer Reise in das schöne Dracken, manch einer wollte dort Urlaub machen, da er erst vor kurzem im Herzogtume Krak ein gefährliches und Kräfte zehrendes Abenteuer überstanden hatte, in diesen einsamen und entlegenen Ort, der fast verlassen und zerfallen war, ohne Namen, jetzt nennt man ihn Identhal, denn ich, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, habe bei Herzog      vom Herzogtume     am 10. Tage des 5.Monats 439 das Dorfrecht beantragt und 17 Tage später bewilligt bekommen, kamen und in einem der wenigen gut erhaltenen Häuser, das einem alten Manne namends Bran gehörte, Obdach fanden.

Der Alte, der ein Geschichtenerzähler war und hier im Ort seine Liebe fand und auch wieder verlor, verstarb, ob aus Altersgründen oder vor der Aufregung ob der vielen Leuthe läßt sich nicht mehr sagen, noch in derselbigen Nacht, er erzählte allerdings noch von längst vergangenen Tagen, als dieser Ort noch blühte und gedieh, von einer Zeit, wo der Tempel noch reich und mächtig war, von einer Zeit, in der die Bürger dieses Ortes noch glücklich, reich und gebildet waren, von einer Zeit der Ruhe und des Wohlstandes, und davon wie diese Zeit zu Ende ging; nachzulesen ist dies zum einen in der Chronik des Ortes Identhal, die ich, Luthreiel Wintermark der Ersten Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, verfasst habe, und in der Geschichtensammlung Bran - Ein Held oder nur ein alter Geschichtenerzähler, die ebenfalls von mir, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, zusammengetragen habe.

Desweiteren erzählte er von einem Magus und dessen Haushälterin und ihres unglücklichen Daseins, diese Geschichte findet ihr ebenfalls in der Geschichtensammlung Bran - Ein Held oder nur ein alter Geschichtenerzähler meinem, Luthreiel Wintermarks der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, Werks.

Man hätte mit Sicherheit noch mehr von ihm erfahren können, doch leider hatten die Reisenden kaum Lust sich mit einem Alten, den sie anscheinend für einen Spinner hielten, zu unterhalten, und so bin ich, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, glücklich, dass es wenigstens ein paar Leuthe gab, die sich die Zeit genommen haben Brans Geschichten zu lauschen und sich diese auch behalten haben.

Bei dem Toten fanden die Reisenden auch eine Schriftrolle die von diesem Tempel hier berichtet, aber lest ihn doch hier in der Bibliothek nach, ich,  Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, war so frei eine sinngemäße Abschrift, das Original ist leider nicht mehr auffindbar gewesen, des Briefes für die Nachwelt anzufertigen.

Noch in derselben Nacht hatten einige der Reisenden eine Unterredung mit einem Magus, der ein Zimmer von Brans Haus bewohnte, doch konnten mir meine Informanten über den Inhalt dieser Unterredung nichts berichten. Sie bestätigten mir aber, dass jemand in das Zimmer des Magus eingebrochen ist und es durchwühlte - Schande über diese schändlichen Leuthe - konnten mir allerdings keinen Namen nennen, worüber sich diese feigen und gesetzesbrecherischen Subjekte wohl freuen werden; der Magus war ob dieser Dreistigkeit zu recht sehr erbost und kehrte in der darauffolgenden Nacht mit einer Schar Söldner zurück, Gerechtigkeit zu erhalten, fand jedoch unter den Reisenden keine so gesetzestreuen Männer oder Frauen, die ihn unterstützen wollten, und forderte darum alle Reisenden zum Kampfe, wurde jedoch aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Reisenden besiegt, und floh geschlagen in die Wälder. Zu der Verteidigung meiner Informanten muss ich sagen, dass sich der Ort Identhal ausserhalb der Grenzen vom Herzogtume Dracken befindet, und somit Waibel Wandor, Anführer der Leichten Infanterie der Roten Faust, keinerlei Befugnis besaß die Gesetze durchzusetzten, zumal er keinerlei Information darüber besaß, wer das schändliche Verbrechen begangen hatte, und unser ehrenhafter Ordenspaladin Martin bekam von der gesamten Aktio nichts mit.

Doch dies Ereignis hat nichts mit meiner eigentlichen Geschichte zu tun, sondern ist nur eine Geschichte in der Geschichte.

Am Tage nach der Ankunft der Reisenden also, zogen die Reisenden aus um die Gegend zu erkunden, doch viele kamen nicht weit vom Hause weg, da sie stundenlang die nahe Bibliothek, welche ich, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, neu sortiert, um viele bedeutende Werke erweitert und somit zu neuem Glanze verholfen habe; einige wenige fanden nahe beim Fluss Iden jenen Tempel, über den ich euch hier berichten will und deren Erster Priester ich später denn wurde, doch zu jener Zeit war der Tempel noch größtenteils zerstört und von Unkraut überwuchert, trotzallem erkannten einige Gläubige, dass dieser Tempel mal dem Drachen geweiht gewesen war und erweckten durch ihr Gebet den Geist des Drachen der noch immer in den Mauern dieses Tempels schlummerte und noch immer schlummert. So wäre dieser Tag denn auch fast für eine Geschichte langweilig gewesen, denn wer liest schon gerne von lesenden und betenden Leuthen, wenn ich euch nicht trotzallem von einer Heldentaht berichten könnte.

Unser heldenhafter Ordenspaladin Martin war gerade mit Waibel Wandor, dessen Schwester Seila und dem Soldaten Maltus Berodiac beim Tempel um dort dem Drachen zu huldigen, als sie von einer ganzen Horde Orks angegriffen wurden. So baute sich unser ehrwürdiger Paladin Martin zusammen mit Maltus Berodiac heldenhaft vor dem Tempel auf, während Waibel Wandor auf Verlangen von Martin hin die feindliche Linie in katzengleicher Geschwindigkeit und Geschmeidigkeit umlief und zum Orte eilte um dort Hilfe zu holen. Die Orkenhorde, es sollen 8 oder 9 Orks und ein Oger gewesen sein, waren ob dieses Heldenmuhtes so überrascht und eingeschüchtert, dass sie von einem Frontalangriff absahen, und hofften die beiden tapferen Recken durch ein Spiel leichter zu besiegen. Diese Spiel war so einfach wie der Verstand eines Orkes klein ist, es sollten solange Duelle gefochten werden, bis eine der beiden Parteien nicht mehr kampffähig sei. Die Orks schickten siegessicher als ersten Duellanten ihren Oger in den Kampf, doch sie staunten nicht schlecht als unser mutiger Paladin Martin diesen nach heftigem aber kurzem Gefecht niederstreckte. Soldat Maltus, er wollte Martin eine Pause gewähren, nahm die nächste Herausforderung an und konnte auch seinen Gegner nach schwerem Gefecht bezwingen. Darauf nahm unser unermüdliche Paladin Martin wieder die Stelle von Maltus ein und kämpfte mit dem nächsten Ork, den er fast ebenso spielend wie den Oger erlegen konnte. So wechselten sich unsere beiden Helden noch drei Mal ab und konnten immer als Sieger aus den Duellen hervorgehen. Doch die Kämpfe zehrten stark an ihren Kräften und Verletzungen ließen sich trotz ihrer Kampfeskunst nicht vermeiden, und so sah es denn aus, als ob der Plan der Orks doch noch aufgehen sollte, und sie am Schluss die Sieger wären. Doch Waibel Wandor hatte die Zeit ausgereicht um mit Hilfe wieder zurückzukommen und stürmte nun mit ungestümer Wildheit gerade zur rechten Zeit wie ein Wirbelwind in die Orks hinein.So konnten unser göttergleicher Paladin Martin, Waibel Wandor und sein Untergebener Maltus Berodiac dank ihrer Kühnheit, Ausdauer, ihres Heldenmuthes und der Kraft des Glaubens den Tempel vor einer Plünderung durch die Orks beschützen.

Mehr gibt es denn zu diesem Tage auch nicht mehr zu berichten; jedoch die Nacht ist durchaus von Interesse, denn auch hier gibt es von einer Heldentaht zu berichten, aber auch von Feigheit. Dies ist die Nacht, in der beim Magus eingebrochen wurde, sein Zimmer durchwühlt, der zurückkommende Magus mit Mißtrauen und Missgunst gestraft wurde und hinterher im Kampfe dann vertrieben. Desweiteren verschanzten sich die Reisenden unter Zuhilfenahme von enormen magischen Kräften im Hause, sodass sie auch ja in Ruhe schlafen könnten. Der ein oder andere unter den Reisenden war der Meinung es gäbe einen Drowbau in der Nähe, dies sollte sich später bewahrheiten, aber war zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher. Doch dies alles konnte unseren trickreichen Paladin Martin und den Waibel Wandor nicht davon abhalten sich durch ein Fenster aus dem Haus zu schleichen und beim Tempel eine Tempelwache einzurichten. Doch als eine 8 köpfige Gruppe Drows sich dem Tempel näherte konnten sie nichts anderes tun als dem dort von diesen abgehaltenen Blutopfer angewiedert zuzusehen; doch sie verfolgten hinterher die Drows, stets den eigenen Tod vor Augen, da eine Entdeckung durch die Drows fast unvermeidbar war, unbemerkt, der Geist des Drachen hat wohl ob des Wagemuhtes und der Hilfsbereitschaft unserer zwei tapferen Recken ihre Schritte geleitet, bis zum Bau und konnten genauso ungesehen wieder in die Herberge gelangen. Am nächsten Morgen mußten viele der Zauberkundigen feststellen, dass ihre magischen Kräfte teilweise vom Drachen aufgesogen wurden, ob dies aus Rache für die feige Verschanzung hinter undurchdringlichen magischen Mauern in der Nacht oder aus Kraftbedarf aufgrund der Schändung seiner Geistesstätte durch die Drow geschah, läßt sich nicht mit Sicherheit sagen, und selbst die weisesten Gelehrten würden wohl jahrelang darüber diskutieren können, ohne zu einem Ergebnis zu kommen, wobei meiner bescheidenen Meinung nach sehr viel für die erste Theorie spricht.

Doch die Reisenden ließen sich davon nicht aufhalten und zogen, auf Betreiben unseres mutigen Ordenspaladin Martin und dessen Mitstreiter, los und griffen den in der Nacht entdeckten Bau der Drows an. Sie fanden jedoch nur eine kleine Abordnung des dunklen Geschlechtes vor, die sie auch nach heftigstem Kampf in fast vollständiger Dunkelheit vernichten konnten, aber die Matriarchin des Baues fanden sie nicht.

So zog die gesamte Gruppe weiter zum Tempel um diesen zusammen neu zu weihen, doch ihre Überraschung war groß, als sie feststellen mussten, dass der gesamte Tempelschatz in der Nacht von Orks geraubt worde war. Und so zog ein großteil der Reisenden unter der Leitung eines fähigen Fährtensuchers den Orks hinterher, um das Gold zurückzuerlangen. Die Fährte führte sie zu einem befestigten Orklager, dass sie Dank ihrer Kampfkunst und ihres taktischen Geschickes einnehmen und vernichten konnten, sie fanden jedoch nur einen kleinen Teil des Goldes. Etwa zeitgleich zu jenem Kampfe muss sich wohl eine Gruppe Orks an die Wachmannschaft bei der Tempelruine angeschlichen haben und griff diese an. Unser Suchtrupp, der gerade auf dem Weg zu einer Weggabelung war, an der sich die Orkgruppe der Nacht wahrscheinlich geteilt hatte, sah die in Bedrängnis geratenen Verteidiger und stürmte querfeldein ihren Gefährten zu Hilfe. Doch die Kämpfe waren hart und angesichts der schnell davonschreitenden Zeit, eine Weihung musste noch vor Sonnenuntergang geschehen, verließ viele der Reisenden der Muth. Doch der Geist des Drachen im Tempel, es muss ein wahrhaft mächtiger Drache gewesen sein, nahm nocheinmal alle seine Kraft zusammen, heilte die gesamten Verwundeten, stärkte dem ein oder anderen die Sinne, und schickte die tapferen Leuthe los den Rest des Goldes zu finden.

Nahe eines Heiligtums der Orkbrut stellte man den Rest des grünen Gezüchts und besiegte sie. In den Taschen und dem Heiligtum fand man denn auch den Rest des Schatzes und so stand einer Weihung nichts mehr im Wege. Und so wurde der Tempel denn auch dem Drachen neu geweiht, und unser unermüdliche Ordenspaladin Martin zog sofort los, um mich, Luthreiel Wintermark, als Ersten Priester des Tempels der Drachenklaue nach Identhal zu schicken.

Damit endet diese Geschichte und mir Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal bleibt nur noch zu berichten, dass am nächsten Morgen ein großteil der Reisenden weiterzog, nur die getreuen Diener des Glaubens Waibel Wandor, Befehlshaber der Leichten Infanterie der Roten Faus, der Gardeeinheit von Herzog Letho, Herzog über das Herzogtume Dracken im Lande Miranda, und sein Untergebener Maltus Berodiac blieben zurück, um den Tempel bis zu meinem, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, Eintreffen vor allen Freveleien zu beschützten.

 

Dieser Bericht wurde von mir, Luthreiel Wintermark der Erste Priester des Tempels der Drachenklaue zu Identhal, nach bestem Wissen und Gewissen nach den Erzählungen von Martin, einem Paladin des Ordens der Drachenklaue, von Wandor, dem Waibel der Leichten Infanterie der Roten Faust, der Gardeeinheit von Herzog Letho, dem Herzog vom Herzogtume Dracken aus dem Lande Miranda, und von Maltus Berodiac, Soldat bei der Leichten Infanterie der Roten Faust, der Gardeeinheit von Herzog Letho, dem Herzog vom Herzogtume

 

Alle Geschichten geschrieben von Dieter Weckfort.

Gern leiten wir Mails an den Autor weiter.

 

 

zurück zum Shop

zurück zum Info-Portal